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Früher im Einsatz bei der GTB, TSB und der BLS. Bis 1977 bei den Zellulosewerken Attisholz.
Die Lok Ed 3/3 Nr. 3 entstammt einer Serie von 4 Loks welche von der Gürbetalbahn beschafft wurde. Diese Loks entsprachen in ihrem Aussehen und ihren Abmessungen weitgehend den dreiachsigen Rangierlokomotiven der Centralbahn vom Typ "Tigerli". Als wesentlichste Unterschiede zu den SCB-Loks fallen das von Anfang an hinten geschlossene Führerhaus und die Ramsbottom-Überdruckventile (anstelle von Federwag-Sicherheitsventilen) auf dem Dampfdom auf. Die Loks der GTB wurden für den Streckendienst beschafft, deshalb auch die für Streckenloks übliche Bezeichnung Ed 3/3. Schon bald wurde erkannt, dass sie sich für den strengen Zugsdienst im Gürbetal infolge kleiner Wasser- und Kohlenvorräte nicht bewährten. Auch war der Kessel nicht für hohe Dauerleistungen bemessen. Im Rangierdienst hingegen bewährten sich diese Loks bestens.
Bald schon gelangte die Lok Nr. 3 an die Thunerseebahn, wo sie in den Bahnhöfen Spiez und Interlaken den Rangierdienst besorgte. Auch im leichten Zugsdienst auf der Strecke Spiez - Frutigen war sie häufig anzutreffen. Als die Thunerseebahn in der BLS aufging, wechselte auch die Lok Nr. 3 den Besitzer. Fortan war sie mit der Nummer 77 anzutreffen. Im Jahr 1926 wurde sie von der BLS an die Zellulosewerke Attisholz verkauft. Hier tat sie bis in die frühen Siebzigerjahre ihren Dienst.
Nach ihrer Ausserdienststellung stand sie einige Jahre im Schuppen der Zellulosewerke, bevor sie von einer Gruppe Dampfenthusiasten entdeckt und nach Bern verbracht wurde. Sofort wurde sie demontiert und es begann eine Hauptrevision. Der Kessel wies einen irreparablen Schaden auf, weshalb auch die anderen Revisionsarbeiten eingestellt wurden.
Neuer Elan kam erst auf, als die BLS Interesse zeigte, die Lok für ihr bevorstehendes 75-Jahr-Jubiläum wieder in Betrieb zu nehmen. Die Lok gelangte nach Spiez wo die Revision durch die BLS weitergeführt wurde. In der SLM Winterthur wurde ein neuer Kessel gebaut. 1988 wurden die Arbeiten abgeschlossen, die Lok war vielbeachteter Star an den Jubiläumsfeierlichkeiten. Bald traten aber Schwierigkeiten mit dem neuen Kessel auf und 1995 wurde die erst 7-jährige Feuerbüchse vom Kesselinspektor abgesprochen. In Zusammenarbeit mit dem Verein Dampfbahn Bern wurde der defekte Kessel nach Meiningen gesandt, wo eine neue Feuerbüchse eingebaut wurde. Im Jahr 1997 kam die Lok wieder in Betrieb. Betrieben und betreut wird sie ab diesem Zeitpunkt durch die Lokgruppe Spiez des Vereins Dampfbahn Bern, welchem die BLS die Lok als Leihgabe zur Verfügung stellt.
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