Früher im Einsatz bei der JS, SBB und RVT. Bis 1973 bei von Roll im Werk Gerlafingen.
Die Schwestermaschine Nr. 855 ist leider nicht betriebsfähig abgestellt.
Die Loks E 3/3 Nr. 853 und 855 gehören zu einer Serie von 4 Lokomotiven die im Jahre 1890 in Betrieb genommen wurden. Diese Lokomotiven (Nr. 853 bis 856) waren Nachbauten der Loks Nr. 851 und 852, welche 1875 unter den Nummern 201 und 202 von der damaligen Jura-Bern-Luzern Bahn (JBL) beschafft wurden. Auch die Nr. 853 bis 856 wurden 1888 noch von dieser Bahngesellschaft bestellt, bei ihrer Indienststellung hiess die JBL aber bereits Jura-Simplonbahn (JS).
Es handelt sich um Rangier-Tenderlokomotiven, wie sie damals auch bei der Sihltalbahn (SiTB), der Langenthal-Huttwil-Bahn (LHB) und der Huttwil-Wolhusen-Bahn (HWB) im Einsatz standen.
1902 ging die JS zu den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) über. Die Loks wurden von den SBB übernommen und erhielten die Nummern 8571 bis 8576.
Im Jahre 1911 gelangten die Loks 8573 und 8575 an die Bahn "Régional du Val de Travers" (RVT), wo sie, nach Ersatz der Kessel, mit den Nummern 7 und 8 in Betrieb genommen wurden. Auch wurden sie hier mit Geschwindigkeitsmessern (System Hasler), der Westinghouse-Bremse, sowie der Dampfheizung ausgerüstet. Auf der RVT standen sie dann während 17 Jahren auch im leichten Streckendienst.
1928 wechselten die beiden Loks erneut den Besitzer, sie kamen als Werklokomotiven Nr. 10 und Nr. 11 zu den von Roll'schen Eisenwerken. Je nach Bedarf waren sie im Werk Gerlafingen oder Klus eingesetzt. Mit ihrem kurzen Achsstand bewährten sie sich auf den engen Kurvenradien der Werksgeleise bestens. Im Jahre 1949 erhielten beide Loks neue Feuerbüchsen, so dass sie noch auf Jahre hinaus einsatzfähig blieben.
Auch bei den von Roll-Werken war die Zeit nicht aufzuhalten, und bald schon hielt für den Rangier- und Werkverkehr die Dieseltraktion Einzug. Für einige Dampfloks bedeutete dies die Verschrottung. Andere wiederum wurden in weiser Voraussicht aufbewahrt und gelangten in die Düby-Stiftung. So sind dank dieser Stiftung u.a. die Loks Ed 3/3 Langnau und Ed 2/2 Nr. 11 ex GB im Verkehrshaus noch erhalten. Die Loks Nr. 10 und Nr. 11 waren bis zu Beginn der Siebzigerjahre noch im Werk Gerlafingen fallweise im Betrieb anzutreffen.
Im Jahre 1973 wurden die Werkloks Nr. 10, 11 und 17 verschenkt. Dabei gelangte die Nr. 17 (Ed 3/4 Nr. 11 ex LHB) an die Eurovapor, die Lok Nr. 11 in die Düby-Stiftung und von dort leihweise an die SBB z.Hd. des Verkehrshauses und die Lok Nr. 10 direkt an den Verein Dampfbahn Bern (DBB). Lok Nr. 11 wurde in der Folge von den SBB weiter an die DBB ausgeliehen, welche sie von 1973 bis 1983 im Sensetal einsetzte. Lok 10 wurde, da sie revisionsfällig war, sogleich zerlegt. Die eigentlichen Revisionsarbeiten an dieser Lok begannen aber erst 1978, da vorher noch die Hauptrevision an Lok Ed 4/5 Nr. 8 abgeschlossen werden musste. 1983 kam sie dann, unter ihrer ursprünglichen Betriebsnummer 853 bei der DBB wieder in Betrieb.
Lok Nr. 11 wurde ab 1983, da eine Hauptrevision fällig war, remisiert. 1987 wurde sie der DBB von der Düby-Stiftung geschenkt. Die DBB ihrerseits lieh diese Lok an die "Association Vapeur Val de Travers (VVT)" aus. Sie steht heute im Depot VVT in St. Sulpice und wartet auf bessere Zeiten.